Pfarrkirche "Hl. Valentin". Die gotische Hallenkirche ist wahrscheinlich über einem romanischen Vorgängerbau errichtet. 1476 wurde der Chor vollendet. Das Langhaus ist am Chorbogen rechts mit 1515, der hintere Langhauspfeiler bei der Orgelempore mit 1522 datiert. Baumaterial ist, wie bei der Haager St. Michaelskirche, Konglomeratgestein. An der Südseite befinden sich im Turm ein Stein mit zwei Figuren, an der Wand ein römischer Grabstein sowie ein gotischer Priester-Grabstein in der Vorhalle zum Portal.
In den sechziger Jahren des vorigen Jh.s begann, ausgehend vom ehemaligen Kloster Erla, die Regotisierung der Kirchen im westlichen Niederösterreich. Besonders konsequent wurde sie in St. Valentin von Pfarrer F. Kräutle und dem Linzer Dombaumeister 0. Schirmer durchgeführt (theologisches Programm bei Altären und Kanzel, Fenster mit Szenen aus dem Leben des hl. Valentin).
Geschichtliches Museum Enns-Donau-Winkel. Gezeigt werden archäologische Funde des Enns-Donau-Winkels, Handwerkskultur, Bäuerliches und bürgerliche Lebensform. Die Stadtgeschichte soll, ausgehend vom Menschen, der den Zeitläufen ausgesetzt ist, bis zur Gegenwart nahegebracht werden. Diesem Konzept entsprechen auch die Wechselausstellungen sowie die Theateraufführungen im Museum. ÖZ: Di u. Do 17-20 Uhr, Sonn- und Feiertage 10-12 Uhr. Bei Sonderausstellungen geändert (bei Telefon 07435/ 58660 anfragen). Die Hauptstraße verbindet das Stadtzentrum mit dem Bahnhof. Durch eine Unterführung erreicht man den Stadtteil Langenhart, der im wesentlichen aus der Werkssiedlung von 1939 entstanden ist.
Pfarrkirche in Langenhart "Hl. Maria von der immerwährenden Hilfe". Die Kirche und der Pfarrhof in Langenhart bilden eine dominierende Gebäudegruppe, die typisch ist für die fünfziger Jahre. Mit dem Kirchenbau wurde 1954 begonnen, die Kirchweihe und die Pfarrerhebung erfolgte 1957 durch Diözesanbischof Dr. Franz Zák Auf dem Hochaltar sind in kreuzförmiger Anordnung Szenen aus dem Marienleben dargestellt (E Pöhacker, Wien). Die friesartig auf Holz gemalten Kreuzwegbilder stammen von H. Tahedl, Wien, und die Josefsstatue und Weihnachtskrippe vom Bildhauer J. Sieberer, Randegg.
Filialkirche in Rems "Hl. Maria Magdalena". Das Dorf Rems, 1204 erstmals erwähnt, liegt nördlich der Auffahrt der A l, neben der B 1. Offenbar wurde eine in einer Wallanlage stehende Burg zur Kirche umgebaut. Dafür sprechen die großen Buckelquader und vor allem die Stiege, die in der Mauerstärke auf den Dachboden führt. Bemerkenswert ist das mit Masken und Blättern verzierte spätromanische Portal. Die übrigen romanischen Gebäudeteile wurden bei der Renovierung von 1905 stark überarbeitet. Der spätromanische Chor mit "deutschem Band" und Schachbrettmuster, das reich gegliederte Netzrippengewölbe und die original erhaltene gotische Orgelbrüstung zeichnen diese Kirche besonders aus. Schlüssel: Familie Rosenberger, Remser Dorfweg 16.
Filialkirche in Hofkirchen "Hl. Andreas". Der Ort liegt in der Nähe des ehemaligen Adelssitzes "Wasen", zwei Kilometer südlich von St. Valentin an der Landesstraße nach Stadt Haag. Bei der Renovierung der Filialkirche (1994/95) zeigte sich, dass das Langhaus auf die Zeit der Romanik zurückgeht, der Chor aus der Gotik stammt und die Kirche im Barock nach Westen verlängert wurde. Bemerkenswert ist die Orgel von Nikolaus Rummel, die Kircheneinrichtung ist neugotisch. Schlüssel: Familie Gründling, Hofkirchen 4.