Neuhofen an der Ybbs ist mit der Geschichte Österreichs aufs engste verbunden. Die berühmte "Ostarrichi-Urkunde" vom 1. November 996, der "Taufschein Österreichs", bezeugt Besitzschenkungen Kaiser Ottos III. an den Bischof von Freising in "Niuhanhiva" in der Gegend, die in der Volkssprache "Ostarrichi" genannt wurde. Im 11. Jh. war Neuhofen Vikariat von Amstetten. Seit dem 13. Jh. war es Hauptpfarre für den Preisinger Besitzkomplex Ulmerfeld-Euratsfeld und St. Leonhard am Wald. Bischöflich freisingisch blieb Neuhofen bis zur Säkularisierung im Jahre 1803. 1529 brannten türkische Horden den Ort nieder, 1683 töteten die Türken 14 Personen, an die 100 wurden verschleppt. Das Marktrecht erhielt Neuhofen 1537. Im Bauemaufstand 1596/ 97 nahm der Neuhofner Schulmeister Georg Steinhauer als Feldschreiber eine führende Rolle ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die "Ostarrichi-Urkunde" zum Symbol, Symptom und Wahrzeichen für das Werden und Entstehen Österreich. Anläßlich der 950. Wiederkehr der ersten urk. Erwähnung des Namens Österreichs enthüllte Bundeskanzler Leopold Figl 1946 einen Gedenkstein, 1980 eröffnete Bundespräsident Rudolf Kirchschläger die Ostarrichi-Gedenkstätte. 1984 wurde Neuhofen/Ybbs Sieger des NÖ Blumenschmuckbewerbes.