Pfarrkirche "Hl. Xystus". Der stattliche Kirchenbau mit einem toskanisch-dorischen Portal-Tempel-Giebel trägt ein mächtiges Steildach. Der Turm weist eine typische Renaissancegliederung und ein Zwiebelpyramidendach auf. Die Kirche ist kunst- und geistesgeschichtlich bes. bmkw. Mit dem basilikal dreischiffigen Langhaus (1575) ist sie eines der wenigen Zeugnisse protestantisch beeinflußter Kirchenumgestaltungen in Niederösterreich. Kennzeichnend für den Stil der Spätrenaissance ist das hohe Mittelschiff mit Tonnengewölbe und Stichkappen. Der auffallend nüchtern wirkende Dekor besteht aus aufgelegten Stuckleisten in Ovalund Rechteckformen. Stilanklänge sind in Zeillern, im Bezirksgerichtsgebäude in Waidhofen/Ybbs und im ehem. Protestantenhaus in St. Peter in der Au (Marktplatz 1) zu finden. Bmkw. des weiteren sind die Renaissance-Grabmale der Streun von Schwarzenau (1570-1603), die schöne BarockKanzel mit weiß gefaßten Statuen der vier Evangelisten, das spätgotische Sakristeiportal sowie das Martin Johann Schmidt-Bild (1777) "Enthauptung des hl. Xystus" und die Scheidbogenwand mit drei durch ein Spruchband vereinigte Wappen der Streun von Schwarzenau. Der spätgotische Chorraum (1429) mit einem dichten Netzrippengewölbe ist ein Teil des urspr. Kirchenbaues.
Sehenswert ist die vor der Kirche stehende Immakulatasäule aus dem Jahre 1710.

Filialkirche "Hl. Martin" in Innerochsenbach. Das von außen unscheinbar wirkende Kirchlein gehört zu den anerkanntesten Sehenswürdigkeiten Niederösterreichs. Beachtung verdienen die originalen Glasscheiben der beiden gotischen Chorfenster (I.V. 15.Jh.) und sechs gotische Tafelbilder (1521), Werke des spätgotischen Donaustils; vier weitere Tafelbilder befinden sich im NÖ Landesmuseum. Gotische Schreinaltäre und eine frühbarocke Einrichtung
vervollständigen die Ausstattung des Kunstjuwels ebenso wie eine Anna-Selbdrittgruppe, ein Holzkruzifix (1520) und ein freigelegtes ChristusFresko (1548).

Schloß Senftenegg. Der Portalturm mit einem vierseitigen Zelt dach an der Südseite wird von zwei Rundtürmen mit polygonalen Zeltdächem und Schießscharten flankiert. Der Innenhof hat in beiden Geschossen Laubengänge. Die Arkaden sind teilweise von Weinreben überwachsen. Die Schloßkapelle ist dem hl. Antonius von Padua geweiht.
Wappen früherer Schloßbesitzer sind nachträgliche Anbringungen. Gekappt und in das Walmdach eingezogen ist der Bergfried. Berühmt geworden sind die Familienkundliche Bibliothek und die Heraldikbibliothek des Schlosses mit denen sich Dr. Karl Friedrich von Frank als anerkannter Geneologe wissenschaftliche Verdienste erworben hat