Pfarrkirche "Maria auf der Flucht nach Ägypten''. Die Vorgängerkirche ist erstmals genannt im Jahre 1396. Sie stand an der Enns und mußte wegen wiederholter Überschwemmungen im Jahre 1665 abgetragen werden. Die jetzige Kirche mit barocker Fassade entstand 1665/66 nach dem Grundriß und mit dem Baumaterial des abgetragenen Gotteshauses und wurde 1687 vom Bischof von Passau geweiht. Teile der barocken Einrichtung sind heute in der Filialkirche Kanning. Uberwiegend liegt der heutigen Inneneinrichtung der neuromanisch-neugotische Stil zugrunde (1893-95). Bis 1775 wurde Ernsthofen von der Pfarre St.Valentin mitbetreut. Der Status eines Pfarrvikariates dauerte bis zur Bildung einer selbständigen Pfarre am 1. Okt. 1939. Vom Dekanat Haag, zu dem Ernsthofen gehört, finden zu dieser Marienkirche seit Jahrzehnten alljährlich Familien-Fußwallfahrten statt. Das Gnadenbild stammt aus der Barockzeit.
Filialkirche zum hl. Wolfgang in Kanning. Die Kirche ist ein mächtiger, aber turmloser Sakralbau bei der nebenan befindlichen Rotte Aigenfließen. Die Gründung erfolgte der Sage nach durch den hl. Wolfgang um 990. Das beeindruckende Bauwerk weist Spuren der Romanik in den tiefsten Mauerschichten auf. Kirchenbau und Siedlung gehen wahrscheinlich auf eine alte Straße von der Enns nach Osten zurück. Der Kirchenraum gewinnt durch die netzrippengewölbte Architektur im Chor mit seinen großen, reichen Maßwerkfenstern. Das Bild vom hl. Wolfgang (um 1730) im barocken Hochaltar, der Triumphbogen mit spätgotischer Steinkanzel und die Seitenaltäre vermitteln, trotz des schlechten Zustandes, einen erhebenden Eindruck. Neu restauriert wurde die barocke Orgel des Nikolaus Rummel von 1759. Mitte August finden gottesdienstliche und kirchenmusikalische Feiern statt. Westlich der Kirche lagen früher der Wolfgangsbrunnen und das ehemalige Schloß Wasen.