Infolge der Lage an der Enns und der Furten durch den Fluß ergab sich schon in der Bronzezeit das Interesse zur Errichtung von Behausungen. Zeugnisse des damaligen Lebens sind Funde aus der Umenfelderkultur. Mit dem Vordringen der römischen Zivilisation entstand eine Ansiedlung in Ernsthofen. Von ihrer Existenz zeugen 24 Römergräber, die im Jahr 1917 entdeckt wurden. Funde, darunter die ersten frühchristlichen Grabbeigaben im Bezirk Amstetten, sind im Geschichtlichen Museum in St. Valentin zu sehen. Die Römer hatten im 1. Jh. n. Chr. diesen historischen Boden zum Ausbau weiterer Verkehrswege genützt. So führte schon damals eine Straße über die Loderleiten nach Kanning und dann über Altenhofen nach Albing. Die strategische Ortslage führte seit dem Mittelalter oftmals zu kriegerischen Handlungen. Mit der Gründung der ottonischen Mark folgte für längere Zeit ein friedlicheres Leben. Um 1485 schlugen die Truppen des Ungamkönigs Matthias Corvinius unter der Führung des Wilhelm Tettauer bei Ernsthofen ihr Kriegslager auf und erbauten eine Brücke über die Enns und an deren beiden Ufern die Tettauer Schanzen. Hier kam es 1487 zu einem Waffenstillstand, aber erst der Tod des Ungamkönigs befreite die Bevölkerung von der Kriegsnot. Die Türken übersetzten am 9. September 1532 die Enns bei Ernsthofen. Auch im Österreichischen Erbfolgekrieg 1741-1748 überquerte Feldmarschall Khevenhüller bei Ernsthofen die Enns. Die letzten Brückenkopfkämpfe lieferten sich am 6. Mai 1945 die deutschen Truppen mit den Amerikanem. Auf beiden Seiten gab es noch insgesamt 50 Opfer. Die Staubrücke blieb acht Jahre von sowjetischen Truppen besetzt.