Pfarrkirche "Hl. Stephanus". Im äußeren Erscheinungsbild der gotischen Staffelkirche (14. Jh.), die zu den schönsten und ältesten Bauten der Stadt gehört, steht dem niedrigen Langhaus mit seinem spitzen neugotisch umgestalteten Westturm der hochaufragende mit einem barocken Dachreiter versehene spätgotische Chorbau (E.15.Jh.) gegenüber, dessen große zwei- bzw. dreigeteilte Maßwerkfenster ungewöhnliche Formen aufweisen. An der Westseite ist unter einem kleinen Vorbau ein künstlerisch bmkw. spätgotisches Fresko jüngstes Gericht" (E.15. Jh.) erhalten geblieben. Im Kircheninneren mit mächtigen Pfeilerarkaden und Kreuzgratgewölben sind an Altbestand die Taufkapelle und spätgotische Freskenteile (um 1480) bes. interessant. Die überlebensgroßen, vergoldeten Statuen der hll. Petrus, Paulus, Josef und Laurentius sind wertvolle Relikte des früheren barocken Hochaltars . Im Mittelteil des im Grödental in Südtirol hergestellten qualitätsvollen neugotischen Schnitzaltares (um 1900) ist das Martyrium des hl. Stephanus dargestellt. Unter den Grabplatten im Kircheninneren verdient der im linken Seitenschiff befindliche figürliche Epitaph des Andreas Krobath von Lappitz (Inhaber der Herrschaft Seisenegg, Hauptmann von Steyr und Sarmingstein, Verfasser einer hochinteressanten Selbstbiographie, 1457) besondere Beachtung.

Pfarrkirche "Herz Jesu". Die mächtige neuromanische zweitürmige Basilika mit Flachdecken wurde 1899-1931 errichtet und nach schweren Bombenschäden des Jahres 1945 in den Jahren 1951-53 in vereinfachter Architektur wiederhergestellt. Zur weihevollen Stimmung des Baues tragen ein Sgraffito (Jesus mit Wundmalen als Christkönig in Assistenz von Maria und Josef, 1954) an der Südseite ebenso bei wie die gelb-weißen figuralen Glasgemäldefenster (1963-65), die dem Raum einen mystischen Akzent geben.

Klosterkirche "Hl. Franz von Assisi" der Schulschwestern. Der Innenraum des 1898-1904 errichteten Backsteinbaues mit einem Portalturm ist fünfseitig gestaltet, angesetzt ist eine rechteckige Apsis. Zur Raumstimmung tragen Holzkassettenflachdecken, neoromanische Altäre und Emporen mit Zwillingsbogen sowie die zahlreichen figuralen Glasgemäldefenster und Wandmalereien auf Metallgrund bei.

Filialkirche St. Agatha. Die östlich von Amstetten gelegene kleine ehemalige Wehrkirche auf Mauerzügen eines römischen Vorgängerbaues und einer kleinen karolingischen Kirche stellt mit ihren Glasgemäldefenstern im Stil der Donauschule (um 1500) sowie mit der kostbaren Innenausstattung in bayrischem Barock (1716, 1721), gestiftet vom Abt des Klosters Metten, ein kunsthistorisches Kleinod des Bezirkes dar.

Pfarrkirche Amstetten St. Marien, Allersdorf. Das dreiflügelige neuzeitlich gestaltete Pfarrzentrum (1974-76) ist architektonisch bmkw. Es bietet ein umfassendes Raumangebot zur Aktivierung der Gläubigen.

Rathaus. (1898) Renaissancegiebel, ein imposanter Turmaufbau mit Flacherker und Doppeladler, Verzierungen in Gipsstuck sowie Wasserspeier sind Elemente dieses vor dem Abbruch bewahrten, vorzüglich renovierten Amstettner Wahrzeichens.

Häuser. Im Stadtbereich Ensembles mit historizistischem und sezessionistem Dekor.

Hl. Nepomuk. An der Waidhofner Straße steht unter einem von drei Säulen getragenen Steinbaldachin in Kuppelform eine lebensgroße Steinplastik des hl. Nepomuk (I.H.d.18.Jh.s, bis 1854 war ihr Platz in Haindorf).

Jugendstilkunstwerk. Zum 50. Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs wurde in Mauer eine Nervenheilanstalt gegründet, aus der sich das heutige Landeskrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie entwickelte. Der Architekt Carlo von Boog erstellte den Pavillonkomplex auf einem Areal von 100 ha in der Formensprache des Jugendstils. Im Vestibül des Hauptgebäudes und im Festraum (kombiniert mit Anstaltskirche) sind die Jugendstilformelemente gut erhalten geblieben.

Mostviertler Bauernmuseum Privatsammlung Distelberger. Ödhof, Gigerreith 39, 3300 Amstetten. Rund. 15.000 Objekte vermitteln eine Vorstellung vom bäuerlichen Leben und von der bäuerlichen Arbeit im Mostviertel. Besichtigung und Führung jederzeit nach Anmeldung. Tel. 07479/ 334.

Schloss Edla - Historische Waffensammlung Urschitz. Das Museum beherbergt über 400 vom Amstettner Waffenmeister Ernst Urschitz nach intensiven Studien angefertigte Nachbildungen historischer Waffen aus der Zeit der Kelten bis zum 19. Jh. und erläutert den geschichtlichen Hintergrund. Urschitzsche Waffenerzeugnisse befinden sich u.a. in Rothenburg ob der Tauber und im Vatikan. Besuchsmöglichkeiten: Jeden 2. und 4. So im Monat von 14-17 Uhr und nach Voranmeldung, Tel. 07472/601-246 (Kulturamt).